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Die Finanzkrise ist tot - Es lebe die Wirtschaftskrise

30.05.2009 11:51 |

Es vergeht kein Tag, an dem man keine Nachrichten zum Thema Finanzkrise hört. Täglich hört man neue Schreckensmeldungen. Dann gibt es auch Prognosen. die besagen wir haben die Talsohle noch (lange) nicht erreicht oder auch das Schlimmste ist vorbei, es geht wieder aufwärts. Wem kann man Glauben schenken? Gerade aktuell in Deutschland ist die Übernahme von Opel. Es gibt drei Interessenten die ein Übernahmeangebot abgegeben haben. Als vierte Alternative bringt der Wirtschaftsminister noch eine geordnete Insolvenz ins Spiel. Die ganze Angelegenheit ist dadurch noch komplizierter, weil der Mutter-Konzern General Motors auch noch mit im Spiel ist. Gleichzeitig gibt es Proteste der Milchbauern, deren Existenz durch die sinkenden Milchpreise, seit Beginn der Finanzkrise, in Gefahr ist. Sie fühlen sich von der Regierung im Stich gelassen. Das Argument lautet: Milliarden-Hilfen bekommen nur die Banken und großen Konzerne. Der Mittelstand und die Kleinunternehmen stehen alleine im Regen. Irgendwie ist es paradox. Die, die für die Krise mitverantwortlich sind, schreien am lautesten nach dem Staat. Vor Jahren wäre eine Einmischung des Staates in ein Privatunternehmen als Sozialistische Planwirtschaft oder ähnliches bezeichnet worden. Heute schreien sie nach dem Staat und wollen Hilfe. So ändern sich die Zeiten. Waren es nicht die Raffgier der, als seriös geltenden, Banker nach immer höheren Renditen, die die Krise ausgelöst hat? Bonizahlungen und Provisionen oder auch Lustreisen nach Brasilien, wie bei der HSH Nordbank, die Augen waren wohl durch Dollar-Noten verklärt. Bis das Kartenhaus in sich zusammen gefallen ist. Die Auswirkungen erleben wir täglich. Man braucht nur die Nachrichten zu verfolgen.