Großangelegte Impfung der US-Bevölkerung gegen Schweinegrippe H1N1
Die USA schreiten im Kampf gegen die Schweinegrippe-Pandemie voran und wollen rund die Hälfte ihrer Bevölkerung gegen den H1N1-Virus impfen. Bevorzugt werden Kranke und Gebrächliche sowie Schwangere und Kinder immunisiert. Währeddessen in Deutschland nach wie vor der Streit um die Kostenübernahme der Impfung ausgetragen wird.
Das nationale Zentrum zur Krankheitskontrolle und Vorbeugung (CDC) in den USA teilte gestern in einer Krisensitzung die Absicht mit, nach Möglichkeit mehr alsdie Hälfte der Bevölkerung möglichst bald gegen die Schweinegrippe zu impfen.
Zum vorrangig zu impfenden Personenkreis handelt es sich um Mitarbeiter im Gesundheitswesen, schwangere Frauen, Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 24 Jahren, Erwachsene mit generellen Gesundheitsproblemen sowie alle Kontaktpersonen von kleinen Babys (Tagesmütter, Angestellte in Kindergärten etc.)
Angst um Ängpässe beim Impfstoff sehen die verantwortlichen nicht. So zeige die Statistik, dass lediglich die Hälfte derer, der eine Schutzimpfung empfohlen werde, diese auch in Anspruch nehmen. Dies zeigen die Zahlen bei der normalen Grippeimpfung jedes Jahr.
Währeddessen herrscht in Deutschland nach wie vor Chaos und Unklarheit im Streit um die Kosten in Verbindung mit dem Grippe-Impfstoff. Die Krankenkassen weigern sich noch, die Kosten für eine derartige großangelegte Impfung zu übernehmen.
Eine Krankenversicherung, in die die Menschen Monat für Monat einzahlten, sei zunächst einmal dazu da, "eine Behandlung oder besser noch eine schützende Vorsorge zu finanzieren". Da nun der Grippeimpfstoff hergestellt werde, sei es das Vernünftigste, zu impfen. Es koste viel mehr, Schweinegrippe im Nachhinein zu behandeln, als durch Impfung vorzubeugen, so von der Leyen.
