Allen Unkenrufen und neuerlichen Tausch-Moden zum Trotz hat werder Bremen die bessten Karten im Kampf um die Verpflichtung von Stürmer-Star Claudio Pizarro. Für und Wider dem Transfer zu Werder Bremen.
Wie verschiedene Medienberichte in Italien und Werder Bremen auf seiner Webseite vermelden, stellt FC Chelsea London Überlegungen an, wonach der Peruaner im Tausch gegen Andrea Pirlo zum italienischen Erstligisten AC Mailand wechselt. Dies wäre ein herber Rückschlag für Klaus Allofs und den SV Werder Bremen. Doch Thomas Schaaf gibt am selben Tag im Radio-Interview zu verstehen: "Werder Bremen ist an Pizarro dran!"
Umso bitterer ist diese Nachricht und umso ernster muss diese genommen werden, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass der neue Chelsea-Trainer Carlo Ancelotti (vorher AC Mailand) seinen Liebling Pirlo unbedingt haben will und Milan einen Stürmer sucht. Damit wäre dies das zweite Tauschgeschäft dieser Grössenordnung im europäischen Fussball. Zuvor wurde der Stürmer von Barcelona Samuel Eto im Tausch gegen Slatan Ibrahimovic plus 34 Millionen Euro an den Inter Mailand abgegeben.
Im Interview gestern Abend direkt nach dem Testspiel gegen Valencia gab sich Klaus Allofs jedoch weiterhin kämpferisch :„Wir nehmen die Gespräche in den nächsten Tagen wieder auf. Claudios Berater wird nach Europa kommen, um diese Gespräche zu führen.“
Vieles jedoch spricht für einen Wechsel Pizarros zu Werder Bremen. Zum einen kennt er diesen Verein so gut wie kaum einen anderen, hier bagann seine steile Karriere. Ein idealer Ort also für den Ausklang seiner Karriere. Zum anderen weiss er um seinen Stellenwert bei den Gün-Weissen. Hier hat er eine Stammplatzgarantie, die Fan-Chöre sind Balsam auf seiner zuletzt in London geschundenen Fussballer-Seele und um das finanzielle muss er sich auch keine großen Sorgen machen. Denn auch Werder Bremen weiss, was es an ihm hat und wird bereit sein, bis an die Schmerzgrenze des Machbaren zu gehen.
Es bleibt also weiter spannend, vielleicht um einiges spannender, als einem Werder-Fan lieb sein kann. Bis zum ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal am Sonntag gegen Union Berlin wird sich kaum etwas tun. Doch spätestens in der darauffolgenden Woche sollte zum Rückrundenstart in die neue Fussball Bundesliga-Saison Klarheit herrschen. Ob Klaus Allofs im ungünstigen Fall eine Alternative aus dem Hut zaubern kann, bleibt abzuwarten.
