Die WHO informiert und warnt Regierungen vor kommender Erkrankungselle und appelliert an die zuständigen Ministerien, sich darauf einzustellen. Mittlerweile wurde der H1N1 Schweinegrippe Virus auch bei Geflügel entdeckt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet eine zweite und im Umfang größere Erkrankungswelle und warnt alle Länder der Erde mit den Worten: "Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob das Schlimmste vorbei ist oder ob das Schlimmste noch kommt". Chan warnt in einer Videobotschaft zum Auftakt eines dreitägigen Treffens von Experten aus dem asiatisch-pazifischen Raum in Peking weiter: "Wir müssen aber auf jede Überraschung vorbereitet sein, die dieses Virus uns noch bereitet. Und wir müssen uns auf eine zweite oder sogar eine dritte Welle der Ausbreitung vorbereiten."
Nun ist die Schweinegrippe erstmals auch bei Puten in Chile entdeckt worden. Die Landwirtschaftsbehörden teilten mit, dass der Schweinegrippe-Erreger in zwei Gruppen von Tieren auf einer Farm nahe der Hafenstadt Valparaiso entdeckt wurde. Der Ausbruch sei unter Kontrolle. Um eine Ansteckung von Menschen zu verhindern, seien umgehend Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet worden. Valparaiso liegt etwa 120 Kilometer nordwestlich der chilenischen Hauptstadt Santiago und beherbergt einen der wichtigsten Häfen auf dem amerikanischen Kontinent.
Ein Impfstoff wird es frühestens im Oktober geben. Viele Länder haben bereits Massenimpfungen angekündigt, um eine weitere Verbreitung des Erregers einzudämmen. Jüngst entschied das Kabinett in Deutschland, dass jeder Kassenpatient einen gesetzlichen Anspruch auf eine Schweinegrippe-Impfung habe. Die imensen Kosten werden zur Hälfte von den gesezlichen Krankenkassen übernommen.
