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Erfolg für Spanien-Streit um 350 Millionen Euro

05.06.2009 18:13 |

Wie die Madrider Presse am Freitag berichtete, entschied ein Richter in Tampa im US-Bundesstaat Florida in erster Instanz, dass die wertvollen Silber- und Goldmünzen an Spanien zurückgegeben werden müssen.

Odyssey Marine Exploration während der Suche

Im Streit um einen 350 Millionen Euro schweren Schatz, der von amerikanischen Tiefseeforschern im Atlantik geborgen wurde, hat Spanien einen ersten Erfolg erzielt. Wie die Madrider Presse am Freitag berichtete, entschied ein Richter in Tampa im US Bundesstaat Florida in erster Instanz, dass die wertvollen Silber- und Goldmünzen an Spanien zurückgegeben werden müssen. "Wir sind sehr glücklich", sagte die spanische Kulturministerin Angeles González-Sinde. Ihrer Ansicht nach wird mit dem Urteil ein Präzedenzfall mit Blick auf künftige Dispute dieser Art geschaffen.

Die US-Spezialfirma Odyssey Marine Exploration mit Sitz in Tampa hatte im Mai 2007 den Fund eines Schiffswracks im Atlantik bekanntgegeben, aus dem rund 500 000 Silber- und Goldmünzen im geschätzten Wert von 500 Millionen Dollar geborgen wurden. Das Kulturministerium in Madrid erhob Anspruch auf den bislang wohl größten Schatz aus den Weltmeeren, weil dieser nach Ansicht von Experten aus der 1804 vor Portugal gesunkenen spanischen Galeone "Nuestra Señora de las Mercedes" stammt. Spanien wirft den Amerikanern Plünderung spanischen Kulturbesitzes vor.

Die US-Firma hat dies stets zurückgewiesen, sich aber bislang geweigert, Details zu dem Fund preiszugeben. Die Herkunft des Schiffes, dem Odyssey den Namen "Black Swan" (Schwarzer Schwan) gab, könne möglicherweise nie bestimmt werden, so das US-Unternehmen. Da Odyssey Einspruch gegen das Urteil aus Tampa ankündigte, kann sich der Prozess noch in die Länge ziehen.

Weitere Informationen zu diesem Thema:

Der Fall bewegt die Gemüter und die Politik schon länger. Was im Vorfeld passierte:

Im Jahr 2001 wurde nach drei Jahrer langer Suche der US-Firma Odyssey Marine Exploration, die “Sussex” in ca. 915 Metern Tiefe gefunden.
Nach jahrenlangem Streit überließ Spanien England die Bergung der auf bis zu 4 Milliarden Euro geschätzten Fracht. Mit der Bergung beauftragt wurde die US-Firma Odyssey.

Nun zwang die Spanische Marine die Odyssey in den Hafen von Algerciras einzulaufen.
Angeblich soll die Besatzung der Odyssey ca. 500. 000 Silber- und Goldmünzen im Wert von geschätzten 370 Millionen Euro aus einem Schiffswrack bei Gibraltar geborgen haben. Nach Angaben von “El Mundo” sollen Satellitenaufnahmen beweisen, dass die Odyssey in den letzten drei Monaten ausschließlich vor Cadiz operierte. Erst im Mai dieses Jahres gab die Firma Odyssey Marine Exploration den Fund eines Schiffswracks im Atlantik bekannt. Presseberichten zufolge soll die Odyssey noch im selben Monat einen Teil des Schatzes geborgen und mit einer eigens dafür angemieteten Boeing 757 von Gibraltar aus in die USA geflogen haben.

Die Finder weigern sich, unter dem Deckmantel der Archäologie, den genauen Fundort bekannt zu geben. Der vermeindliche Eigentümer – Spanien- bezichtigt die “Glücksritter” als Plünderer.

Quelle: http://www.comprendes.de/nachrichten/nachrichten-einzelansicht/datum/200...


 
Kontakt zum Verfasser:
Thomas Abraham