Erstmals wurde in Spanien die Erlaubnis erteilt, eine Gesichtstransplantation vorzunehmen. Es gibt zwei Kandidaten dafür: eine Person in Valencia, eine andere in Sevilla.
MADRID: Erstmals wurde in Spanien die Erlaubnis erteilt, eine Gesichtstransplantation vorzunehmen. Es gibt zwei Kandidaten dafür: eine Person in Valencia, eine andere in Sevilla. Bisher wurde nur in sieben Fällen weitweit eine Gesichtstransplantation vorgenommen. Zur Person wurde in Spanien nur bekanntgegeben, dass es sich um einen Mann und eine Frau handele; sowohl Spender wie Empfänger werden geheim gehalten. Die Ärzte, die die Transplantationen für etwa Ende dieses Jahres vorbereiten, beruhigten die Öffentlichkeit: keiner der Empfänger werde mit dem Gesicht eines Toten herumlaufen. Genutzt würde nur die Haut des Spenders, aber die Gesichtszüge würden durch den Knochenaufbau des Empfängers bestimmt. Die Spender müssen, so erklärte einer der Ärzte, eines Hirntodes gestorben sein, nicht durch Herzversagen, da in letzterem Fall das Gewebe sehr rasch verfällt.
Die Empfänger ihrerseits haben mit psychologischen Problemen zu kämpfen: sie wissen nicht, wie sie eine solch schwerwiegende Operation körperlich überstehen, sie wissen, dass sie zeitlebens Medikamente nehmen müssen und sie wissen auch, dass sie möglicherweise den Gesichtsausdruck und die Beweglichkeit der Gesichtsmuskeln nicht werden beeinflussen können.
Quelle und weitere Informationen: http://www.comprendes.de/nachrichten/nachrichten-einzelansicht/datum/200...
Thomas Abraham
