Öko-Banken wie die GLS erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei Privatkunden und Anlegern
Die Finanzkrise hat offenbart, dass viele Banken mit den Geldern ihrer Kunden nicht verantwortungsbewusst umgehen und zum Teil in hochriskante Produkte investieren. Viele Kunden interessieren sich daher jetzt vermehrt dafür, wo die Gelder angelegt werden. Vor allem alternative Banken wie die Umweltbank oder die Öko-Bank GLS sind daher bei vielen Anlegern sehr beliebt. Der Erfolg der Banken zeigt sich beispielsweise in einem zweistelligen Kunden- und Ertragswachstum.
Im Vergleich zu den Banken und Sparkassen bieten die Öko-Banken zwar keine attraktiveren Zinssätze oder weitreichendere Produktangebote, das Kreditgeschäft hingegen ist deutlich transparenter. So können die Kunden auf den Internetseiten der Banken beispielsweise nachsehen, wem die Bank Kredit gibt. Bevorzugt werden dabei in erster Linie Unternehmen, die ihre Produkte nach ökologischen und kulturellen Gesichtspunkten produzieren und so die Umwelt schonen und viel Wert auf Nachhaltigkeit legen. Rund 49% der Kredite wurden im Jahr 2009 daher als Solarkredite vergeben, 31% wurden an Kreditnehmer vergeben, die Wert auf ökologisches Bauen gelegt werden. Auch die Unterstützung von Wind- und Wasserkraftanlagen sowie in die Finanzierung von Biomasse-Anlagen gehört zum Geschäftsfeld der Umweltbanken.
Letztlich plant etwa die GLS Bank weiterhin die Ausweitung von Mikrofinanz-Krediten, die in ganz Deutschland angeboten werden sollen.
