Neue S-Bahn Züge ohne Toiletten des Verkehrsverbund Rhein-Rhur VVR sorgen für Ärger und Protest bei Fahrgästen
Die Bundesbahn löst die veralteten und unansehnlichen S-Bahn-Züge im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) durch moderne Triebwagen ab. Diese Maßnahme ist ohne Zweifel unbedingt notwendig, allerdings werden die neuen Bedürfnisse den Bedürfnissen einiger Reisender nicht gerecht.
Bislang fuhren die S-Bahnen an Rhein und Ruhr mit einer Toilette an Bord. Eine solche ist in S-Bahnen in Deutschland zwar durchaus unüblich, allerdings gibt es nur im VRR sowie bei den zwischen VRR und dem Kölner Raum verkehrenden durchgebundenen S-Bahnen extrem lange Fahrzeiten von teilweise deutlich mehr als einer Stunde. Für an Coltis ulcerosa oder Morbus Crohn erkrankte Reisende lässt sich ein derart langer Verzicht auf eine Toilette während eines Schubes kaum realisieren, sie müssen ihre Fahrt demnächst gelegentlich für den Gang zur Toilette in einem Bahnhof unterbrechen. Rechtlich ist die Bahn eigentlich bei Laufzeiten von mehr als sechzig Minuten zur Einrichtung einer Toilette im Zug verpflichtet, sie beruft sich jedoch darauf, dass die meisten Fahrgäste die S-Bahn nur für Kurzstrecken nutzen. Auf gegen die Abschaffung der Toilette gerichtete Protestbriefe und entsprechende E-Mails erfolgt keine Reaktion. Sollen kranke Menschen künftig auf Reisen mit der S-Bahn verzichten müssen?
