Musiktheater Winterhagel von Michalis Avramidis
Musiktheater Winterhagel von Michalis Avramidis
Der philosophische Untertitel, des Musiktheaters „Winterhagel“, „Wer ist der gute Täter? Wer ist der böse Täter? Wer ist das gute Opfer? Wer ist das böse Opfer?“, ist bezeichnend für das ambivalente Verhalten des Menschen, wenn es um die Legitimierung kriegerischer Auseinandersetzungen geht. Wenn der Mensch in einer Doppelwertigkeit sich sein Unrechthandeln zurechtdenkt.
Bei objektiver Betrachtung des Leides hingegen, wird einem schnell klar, dass jeder Krieg nur Opfer hervorbringt, ausgenommen, die Kriegstreibenden selbst, die die Täter sind.
Der Obertitel Winterhagel ist ein Synonym für die winterliche Bombardierung der Schwarzwaldpforte Pforzheim am 23. Februar 1945.
Der Dichter und Dramatiker Michalis Avramidis, schuf mit diesem Stück eine Hommage an Pforzheim, ein literarisches Monument an die Opfer der Bombardierung Pforzheims, welche stellvertretend für alle Kriegstoten der Ehre zuteilwerden.
„Töten im Krieg ist nach meiner Auffassung um nichts besser als gewöhnlicher Mord … Ein kluger Kopf passt unter keinen Stahlhelm.“
So drückte sich einst der Pazifist und Nobelpreisträger Albert Einstein aus.
„Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, wie die Regierenden Kriege machen, den das Schreiben ist Denkarbeit.“
Sagte der Pazifist und Deutschlands größter Friedensdichter und Dramatiker Bertold Brecht.
Der überzeugte Pazifist Michalis Avramidis hat gezeigt, das ein kluger Kopf wohl in keinen Stahlhelm passt, das ein kluger Kopf hingegen soviel Denkarbeit erbringen kann, mit der er ein pazifistisches Musiktheater schafft, das er selbst Friedensterrorismus nennt. Für Avramidis ist der Widerspruch der Begrifflichkeit Frieden und Terrorismus sinnbildlich für das menschliche „sich zurechtdenken“, indem dem Unrecht zum Recht verholfen wird.
Ein Unrecht das auch den Pforzheimer Bürgerinnen und Bürgern ebenso, wie den Zwangsarbeitern erging, als am 23. Februar 1945 369 Bomber der britischen RAF-Royal Air Force die Schwarzwaldmetropole anflogen und an jenem Winterabend 820 Tonnen Brand- und Markierungsbomben abwarfen. Vor diesem Inferno, Pforzheims Winterhagel, waren in der mittelalterlichen Innenstadt 4.112 Menschen beheimatet. Nach dem Bombenhagel waren es null! An diesem traurigen Tag, jenem schwarzen Schicksalstag der Stadt Pforzheim starben in 20 Minuten circa 20.000 Menschen. Die meisten von ihnen waren Frauen und Kinder, Alte und Schwache sowie von den Nazityrannen eingesetzte Zwangsarbeiter.
Für den Dichter und Dramatiker Michalis Avramidis, ist jenes innere Erleben der Gefühle, der äußere Ausdruck, der seine Wirkung im Wortklang der Dichtung und im musikalischen Widerhall als Bühnentragödie sichtbar macht.
In grotesker Weise setzt Avramidis literarisch die Nachricht um, als Hitler der Angriff auf Pforzheim verkündet wird.
Hitler:
Ich hatte nie einen Kameraden
In diesem fernen Baden,
sind es Schwaben oder Franzosen?
Ihr Schicksal sollen sie selbst auslosen.
Viele Bomben kommen geflogen,
um euer Leben werdet ihr betrogen.
Und es ist mir völlig egal, was erleidet ihr für eine Qual.
Ob nur Kinder oder Frauen, lasst euch auf die Mütze hauen,
Denn die Schwachen müssen sterben,
damit die Starken wachsen werden.
Du treuloses Volk, wie ich dich hasse,
du treuloses Volk, du bist nicht wie ich, die reine Rasse.
Du treuloses Volk, für mich sollst du ewig büßen.
Ein Winterhagel wird dich nun aus der Hölle grüßen.
(Michalis Avramidis)
Das Musiktheater „Winterhagel – Wer ist der gute Täter? Wer ist der böse Täter? Wer ist das gute Opfer? Wer ist das böse Opfer?“ ist im Buchhandel unter der ISBN Nr.: 9783837071092 erhältlich.
Ein Stück, das sich sehr schön liest. Es erinnert in seiner Art an die Werke des Dichter-Genies Bertold Brecht.
Aber auch in seiner literarischen Qualität und seinem philosophischem Niveau steht das Stück Winterhagel den Werken Brechts nicht nach. Sehr empfehlenswert!
Der Humanist Michalis Avramidis unterstützt mit diesem pazifistischen Bühnenmeisterstück die humanitäre Hilfsorganisation des unvergessenen Schauspielers und Humanisten Karlheinz Böhm „Menschen für Menschen“, denn Avramidis sagt: „Menschen schreiben für Menschen, Schauspieler spielen für Menschen, Menschen für Menschen!“
Weitere Informationen zum Stück finden Sie auf der Web-Site des Schriftstellers:
www.michalis-avramidis.bodautor.de
www.winterhagel.jimdo.de
(r.s- presse.tv)
Willhelm Kohl
Telefon: 015110966383
