Gold als Kapitalanlage steht gerade in Krisenzeiten hoch im Kurs. Nicht ohne Grund, schließlich gilt das Edelmetall als sicherer Hafen und Basis in jedem Depot. Der Goldpreis hat in den vergangenen Monaten schließlich zu einem Höhenflug angesetzt. Ob die Goldanlage allerdings ihrem Ruf wirklich gerecht werden kann, steht in der Praxis auf einem anderen Blatt. Den Glauben an Gold als Wertanlage nähren nicht zuletzt auch Unternehmen, welche mit dem Metall handeln - und an jedem Preissprung nach oben Geld verdienen. Allerdings zeigt ein Blick auf den Goldpreis der letzten Jahre, dass eine Goldanlage nur unter bestimmten Bedingungen wirklich zur Geldanlage taugt. Jeder Anleger, der einen Blick auf die Preisentwicklung der Kapitalanlage Gold wirft, wird schnell feststellen zu einem ernüchternden Ergebnis kommen. Unter dem Aspekt der Sicherheit - der oft als Pro-Argument Nummer 1 ins Feld geführt wird - ist die Goldanlage keineswegs zuverlässig. Denn in der Vergangenheit ist nach jeder Blase auch der Goldpreis abgestürzt. Und dies zum Teil empfindlich. Bleibt die Frage, in welcher Form sich die Goldanlage unter Umständen lohnen kann?
Goldanlage in Form von Münzen und Barren
Gold ist beständig, verwittert nicht und büßt auch nach Jahrhunderten nichts von seiner Faszination ein. Was würde dies besser beweisen als Goldmünzen aus der Antike. Und auch heute noch werden Münzen als Form der Goldanlage nachgefragt. Zu den bekanntesten Anlagemünzen zählen wohl der Krügerrand und der American Eagle. Beide werden zu unterschiedlichen Feingewichten und Preisen gehandelt. Ähnliches gilt für Goldbarren. Auch diese sind eine - wenn auch unübliche - Form der Goldanlage. Bevor sich Anleger allerdings von deren Glanz blenden lassen, eine Kauforder ausgeben und sich auf ihren neuen "Schatz" freuen, ist ein kleiner Hinweis angebracht. Die Ausgabe von Gold in Form von Münzen und Barren ist mit Aufschlägen verbunden. Besonders hohe Aufschläge fallen bei geringen Feingewichten an. Unter Umständen kann das sogenannte Agio einen zweistelligen Prozentsatz ausmachen. Anleger müssen sich zudem bewusst machen, dass eine Goldanlage in dieser Form ein erhebliches Renditerisiko nach sich zieht. Platzt eine Spekulationsblase, ist das Depot nach kurzer Zeit nur noch einen Bruchteil wert.
Wertpapiere als Goldanlage
Eine andere Möglichkeit, von hohen Preisen für das Edelmetall mit einer Goldanlage zu profitieren, sind Wertpapiere. Aktien, Fonds oder Zertifikate sind hier Instrumente der Kapitalanlage. Wer sich nicht selbst um seine Goldanlage kümmern will, wird im Bereich der Investmentfonds sicher fündig. Sofern diese in erster Linie auf Aktien spezialisiert sind, sinken die Risiken eines Totalausfalls. Und wie die Erfahrungen der Vergangenheit gezeigt haben, sind Aktien aussichtsreiche Kandidaten für eine Wertsteigerung. Grundsätzlich lohnt es sich bei einer Goldanlage immer, Vor- und Nachteile der einzelnen Anlageformen genau gegeneinander abzuwägen.
Wallie Sender
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