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Fahren Opel Manager das Unternehmen erneut gegen die Wand?

24.09.2010 12:24 | Politik + Gesellschaft

Nur wenige Monate sind vergangen seit die Bundesregierung mit dem Geld aller Steuerzahler diesen Automobilkonzern am Leben erhalten hat.

Schon damals, wir erinnern uns, war es der damalige Finanzminister zu Gutenberg, der schon die wirklichen Gründe für die Situation dieses Unternehmens und vor diesem finanziellem Risiko warnte, denn die Ursache für die Schieflage lag nicht in der damals herrschendenden Bankenkriese, sondern einzig und alleine im desaströsen Management begründet. Dieses Management hat damals die Bundesregierung erpresst indem es auf die hohe Zahl von Arbeitslosen hingewiesen hatte. Wir erinnern uns weiter, dass die wirtschaftlichen Zahlen nur schleppend und unvollständig dargestellt wurden. Könnte es sein, dass die Manager nicht rechnen können, oder war es doch nur eine neue Form des Bettelns? Unterstellen wir nun einmal, dass die Bosse des Autokonzerns gut gebettelt haben. Dann sollte man annehmen, dass diese Erfahrung die Manager zu nachdenken und möglicherweise zum Umdenken geführt hat. Doch diese Erkenntnis ist scheinbar spurlos an den Damen und Herren Vorstände vorbeigegangen. Doch was eine Kundin seit einem Jahr für einen Spießrutenlauf zwischen Fachhändler und Fahrzeughersteller erdulden muss, grenzt schon an Nötigung.
Pleiten, Lügen und sogar die Verletzung des Postgeheimnisses sind scheinbar in der Rostocker Filiale der Krüll Motorcompanie normal. Hier haben die Servicemitarbeiter, wie sie der Kundin, nach mehreren Werkstattbesuchen innerhalb weniger Wochen, selbst zugegeben haben, keine Ahnung haben, wie elektronische Störungen zu beseitigen sind. Die Unfähigkeit der Servicemitarbeiter wurde in einem Telefonat mit dem Verkäufer auch bestätigt. Da die Werkstatt auch nicht in der Lage war, die Standheizung nachzurüsten, wurde das Fahrzeug durch den Vater des Verkäufers von Rostock nach Rüsselsheim gefahren, Auf dieser Fahrt wurde der rechte Außenspiegel beschädigt, angeblich verlor ein LKW sein Rad welches dann den Spiegel zerstörte. Der Einbau des ebenfalls nachzurüstenden Rückfahrwarner dauerte mehrere Monate. Laut Verkäufer lag es an der Unfähigkeit der Rüsselsheimer, ein nur wenige Zentimeter langes Kabelstück zu liefern. Zwischenzeitlich war, ebenfalls von den Verkäufer zu erfahren, dass zu diesem Zeitpunkt die Krüll-Motorcompanie finanzielle Schwierigkeiten hatte und verkaufte Fahrzeuge nicht ausliefern konnte, da die KFZ-Briefe beim Hersteller nicht ausgelöst werden konnten. Ist man nun ein Thor, wenn man hinter der Lieferung des Kabels auch eine Zahlungsschwierigkeit vermutet?
Die Odyssee der Rostockerin setzt sich nun aber erst richtig fort. Aufgrund der vielen Pannen die, die Bremsbeläge, Bremsscheiben, Elektronik sowie die Fahrzeugbatterie betraf, veranlasste sie den Kundendienst in Rüsselsheim von den Immerwährenden Störungen zu informieren und wollte das Fahrzeug tauschen. Ein überaus redegewandter und vordergründig hilfsbereiter Mitarbeiter, bat die auf das Fahrzeug angewiesene Kundin, die Ursachen für die Störung in einer anderen Werkstatt nochmals zu prüfen. Er befleißigte sich auch einen Termin für die verärgerte Opelfahrerin zu vereinbaren. Aber auch in dieser Werkstatt konnte man, auch nach mehreren Versuchen die Störungen nicht abstellen. Es ist noch zu bemerken, dass es sich nicht etwa um spezielle Störungen handelt. Nein die Internetforen sind voll von genau diesen Störungen. Nur in diesem Fall war es so, dass behinderungsbedingt ein Umbau nachgerüstet wurde, der es der Rostockerin ermöglichen sollte, das Fahrzeug selbständig zu nutzen. Nach vielen hilflosen Versuchen, hat der Servicemitarbeiter aus Rüsselsheim gebeten, den Umbau wieder zu entfernen, da es möglich sein könnte, dass die vielen Störungen durch diese Nachrüstung entstehen können. Aber schon nach wenigen Stunden zeigte sich, dass es doch um ein Qualitätsproblem der Rüsselsheimer Autobauer handelte. Zu dieser Zeit war auch in den Internetforen von den überforderten Fachhändlern zu lesen. Worte wie keine Ahnung und unfähig machen die Runde.
Die Rostocker Kundin, welche rd. € 50.000,- in das Fahrzeug investierte und es bis zum heutigen Tag nicht nutzen kann, hat zusätzlich erheblichen Kosten für Fahrdienste auszugleichen.
Aus dem Hause Opel, wie auch aus dem Hause Krüll kommt aber kein Signal für die eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten gerade zu stehen. Nein man zieht es vor, die Kundin zu verhöhnen. Man bietet ihr an das Fahrzeug in ein Technikzentrum zu überstellen. Dann wird dies durch den Außendienstmitarbeiter für Mecklenburg-Vorpommern als überzogen und bereits zweimal abgelehnt hatte. Wieder traten Störungen auf und legten das Fahrzeug, welches nur durch den Lebensgefährten genutzt werden kann, abermals lahm. Eine erneute Beschwerde in Rüsselsheim brachte lediglich die zynische Aussage des für Service zuständigen Herrn Direktor Knobling, dass das Fahrzeug in ein Technikzentum eingeliefert werden soll. Zynisch ist es auch deshalb, weil diese Aussage auf einer angeblichen mehreren Wochen dauernde Überprüfung des Falles gereift ist. Kann man in den Chefetagen deutscher Automobilkonzerne nicht lesen? Oder zeigt sich hier die Führungsschwäche. Kann es sein, dass ein kleiner Mitarbeiter die Anweisungen der Chefetage ignoriert und sogar die diesen Anweisungen widersetzt (umgangssprachlich als Arbeitsverweigerung bekannt)? Auch ist in den Unterlagen nachzulesen, dass die Störungen nur bei Temperaturen jenseits der 20°C auftreten. Sollte man den Managern unterstellen, dass sie die Unterlagen entgegen ihrer Behauptung doch nicht gelesen haben, dann wäre auch diese Aussage falsch. Übersteigt die Liste der Mängel, die Fähigkeiten des Managements? Oder will man versuchen die Kunden psychisch so zu belasten, dass diese auf dem bisher aufgelaufenen Schaden von mehr als € 150.000,- sitzen zu lassen? Können die Manager dieses Unternehmens ausschließlich Bettelbriefe an die Bundesregierung erstellen, nicht aber für eigenes Unvermögen geradestehen? Hat sich hier abermals bewiesen, dass die deutschen Manager nur in der Lage sind, Ihr monatliches Gehalt zu organisieren nicht aber Unternehmen betriebswirtschaftlich korrekt zu leiten. Diese Vorgehensweisen sind bisher nur von skrupellosen Bankern zu erfahren. Aber die Schatten dieser verfehlten Unternehmenspolitik sind an Sarkasmus und Frechheit nicht mehr zu überbieten.
Im Schreiben des Direktors Service Herrn Knobling ist zu entnehmen, dass die Kundin auf Wunsch die gesamten Unterlagen über alle Gespräche und Korrespondenz erhalten kann. Nur die Mitarbeiter der nachgeordneten Abteilungen weigern sich beständig, diese an die Kundin allumfänglich auszuhändigen. Ist das ein neuer Führungsstiel oder auch nur Führungsschwäche? Denn auch die Irreführende lebenslange Garantie wurde schon nach wenigen Tagen auf Druck wieder gestoppt. Auch hier war das Management scheinbar überfordert. Werbewirksam kann Opel den Flutopfern im deutsch/polnichen Grenzgebiet kostenlos Mietwagen zur Verfügung stellen. Aber für die eigene schlechte Produktqualität eingestehen, die Stärke haben Opel-Manager nicht?

Die schwerbehinderte Rostocker Opel-Kundin steht kurz vor dem wirtschaftlichen Ruin. Das Fahrzeug kann sie nicht verkaufen, da sie die Mängel angeben müsste. Daher kann sie auch keinen Ersatz beschaffen. Ihrer Arbeit kann sie ohne Fahrzeug nicht mehr nachgehen und läuft somit Gefahr ein Fall für die Sozialhilfe zu werden. Ihr Dank gilt der Bundesregierung, die es schafft, durch den gezielten Einsatz von Steuergeldern, Manager den Reichtum zu sichern und gleichzeitig die Bevölkerung an den Tropf der Sozialhilfe bringt. Dank gilt auch den Gespinst aus Zynismus, Unfähigkeit, Frechheit und Verlogenheit des Opel Managements und deren regionalen Erfüllungsgehilfen in Form der Krüll-Motorcompany. Stellt sich die Frage, fährt das Opel Management mir diesem Kurs trotz politischer Unterstützung erneut gegen die Wand? Versucht man sich auf Kosten der Kunden die Taschen zu füllen so gut es noch geht?

Conny Write
Freier Journalist


 
Kontakt zum Verfasser:
Conny Write
Telefon: 0157 72992893





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