Torhüher von Hannover 96 Robert Enke begeht Selbstmord
Der Torhüter von Bundesligist Hannover 96 und Nationaltorhüter Robert Enke ist tot. Der 32 Jahre Alte Fussball-Profi beging offenbar Selbstmord. Den Tod des allseits beliebten Fussballers bestätigte Hannover Präsident Kind und ein Polizeisprecher.
Es gab "einen tödlichen Unfall an einem Bahnübergang", sagte Stefan Wittke, Leiter der Polizeipressestelle in Hannover. Alle Indizien deuten momentan auf Selbstmord hin. Robert Enke warf sich vor einen rasenden Zug und wurde von diesem tödlich erfasst. Hannover-Präsident Martin Kind zeigte sich zutiefst erschüttert: "Das ist ganz furchtbar". Gleichwohl wusste er vom labilen Zustand des Hannover-Kapitäns. Dieser sei psychisch sehr angeschlagen und hätte dies erfolgreich verbergen können. Einen Grund mit Bezug zum Fussball schloss Kind aus. Der Vorfall, der sich in Neustadt am Rübenberge im Ortsteil Eilvese ereignet hatte, erreichte auch das Quartier der Deutschen Nationalmannschaft, die sich momentan auf die kommenden Freundschaftsspiele vorbereitet. Trainer und Kollegen zeigten sich erschüttert und konnten die Nachricht kaum fassen.
Trauer um Tochter nicht richtig verarbeitet
Vor 3 jahren verstarb die Tocher von Robert Enke im Alter von 2 Jahren an einem Herzfehler. Seit dem fand die Fussballwelt einen veränderten Enke, der seinen Kummer auf dem Fussballplatz verarbeitete und diese in Bestleistungen ummünzte. Dafür wurde er von Kollegen und Beobachtern geschätzt und bewundert. Doch nun scheint die Trauer um den Tod seiner Tochter doch nicht komplett verarbeitet. Die Trauer und die Depressionen haben ihn eingeholt.
