Für das kommende Jahr 2010 haben die privaten Krankenversicherungen zum Teil drastische Beitragserhöhungen angekündigt. Für viele Versicherte ist dies ein Grund, ihre private Krankenversicherung zu wechseln. Allerdings sollte das gut durchdacht werden, denn nicht für jeden kann ein PKV-Wechsel die erwünschten Vorteile bringen.
Erst kürzlich wurden die neuen Beitragserhöhungen der privaten Krankenversicherungen Gothaer, AXA, Signal-Iduna, Central, DKV, Hallesche und Victoria an deren Versicherte geschickt, was im Allgemeinen für Unsicherheit sorgt. Durch das Sonderkündigungsrecht ist es aber möglich, die private Krankenversicherung zu wechseln und damit im besten Falle auf niedrigere Endkosten zu kommen. Es ist wichtig, angesichts der monatlichen ca. 50 € Mehrkosten nicht überstürzt zu handeln, sondern die unterschiedlichen Tarife der privaten Krankenversicherungen gründlich zu vergleichen.
Günstige Tarife finden
Mit wenig Aufwand lassen sich mögliche Tarife ermitteln, denn es gibt viele PKV-Rechner im Internet. Diese suchen nicht einfach nur günstige Tarife heraus, sondern beachten zusätzlich persönliche Angaben der jeweiligen Person. Das Ergebnis sollte aber neben einem individuellen Computervergleich, der im Internet unverbindlich angefordert werden kann, vor allem der ersten Orientierung dienen. In einem Computervergleich werden die Tarife jeglicher privater Krankenversicherungen, darunter auch Testsieger vieler Untersuchungen von Stiftung Warentest, Focus Money oder Assekurata, auf Preise und Leistungen untersucht. So besteht eine höhere Sicherheit als bei der Eigenrecherche eines Versicherten, der sich nur laienhaft mit dem Thema auskennt.
Zum einen besteht die Möglichkeit, in eine andere private Krankenversicherung zu wechseln, zum anderen kann man aber auch einen PKV Tarifwechsel beim bestehenden Versicherer vornehmen, denn oft werden in Situationen wie dieser auch neue Tarife angeboten. Allerdings ist es auch dabei nötig, sich gründlich über diese Tarife zu informieren.
Wann sollte ich wechseln?
Da sich die privaten Krankenversicherungen vor allem an dem Eintrittsalter und Gesundheitszustand des Versicherten orientieren, ist es grundsätzlich vom Versicherungsvertrag abhängig, ob ein Wechsel in eine andere PKV wirklich sinnvoll ist. Vor allem für ältere Menschen und schon lange Versicherte kann es schwer werden, günstigere Tarife in Anspruch nehmen können. Jüngere, gesunde Versicherte haben da bessere Chancen, da die angesparten Altersrückstellungen im Vergleich zu Langzeitkunden noch recht gering sind.
Altersrückstellungen mitnehmen
Für diejenigen, die sich dafür entscheiden, die PKV zu wechseln, gilt es, sich einer erneuten Gesundheitsprüfung zu unterziehen. Außerdem gilt das aktuelle Alter als neues Eintrittsalter. Altersrückstellungen gehen in der Regel verloren, nur bei Verträgen, die ab 2009 abgeschlossen wurden, sind die Rückstellungen teilweise übertragbar. Vor einer endgültigen Kündigung der bestehenden Versicherung muss jedoch eine Bestätigung der neu angeworbenen Versicherung vorliegen, um einen lückenlosen Versicherungsschutz gewährleisten zu können.
Albert Gottelt
Telefon: 0381/3756650
