Bei Wertpapieren und Geldanlagen werden geringe Zinsen zugunsten der Sicherheit in Kauf genommen
Viele Anleger folgten in der Vergangenheit den Empfehlungen der Bankberater und nutzten für die langfristige Kapitalanlage Aktienfonds, Zertifikate und Vermögensverwaltungen. Im Zuge der Finanzkrise brachen die Börsen jedoch stark ein, wodurch viele Wertpapieranlagen nun Verluste ausweisen. Ob und wann diese Verluste wieder kompensiert werden können, ist natürlich abhängig vom gewählten Wertpapier, aber auch von der künftigen Entwicklung des Aktienmarktes.
Viele Anleger sind jetzt deutlich sicherheitsorientierter eingestellt und suchen nach Alternativen zu den klassischen Wertpapierprodukten. Als Alternativen kommen hierfür zum Beispiel Festgelder, Tagesgelder oder Sparbriefe in Frage, die aufgrund des niedrigen Zinsniveaus jedoch sehr geringe Renditen bieten. Dafür unterliegen die Anlagen aber der Einlagensicherung der Kreditinstitute und sind somit auch bei deren Insolvenz geschützt.
Eine weitere Alternative für sicherheitsorientierte Anleger sind Bundeswertpapiere. Diese festverzinslichen Papiere, die Laufzeiten von einem Jahr bis zu 30 Jahren aufweisen können, bieten ebenso wie Festgelder eine marktgerechte Verzinsung. Besonders beliebt sind dabei Bundesfinanzierungsschätze mit einer Laufzeit von einem und zwei Jahren sowie Bundesschatzbriefe, die eine ansteigende Verzinsung bei Laufzeiten von sechs und sieben Jahren bieten. Als Wertpapiere werden Bundesschatzbriefe jedoch im Wertpapierdepot verwahrt, für das viele Banken nach wie vor Depotgebühren berechnen. Lediglich Direktbanken sowie die Deutsche Finanzagentur bieten die kostenlose Verwahrung der Wertpapiere, allerdings online.
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