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Uni Koblenz - das Chaos pur! - Eine Bericht von Rhein-Wied-News

02.11.2009 10:18 |

Seit 2007 wird massiv protestiert, gestreikt, Petitionen verfasst: Gegen die Zustände am Campus Koblenz der Uni Koblenz-Landau. Und es geht nicht gegen die Dozenten (wie 1968) sondern gegen Zustände, die ein vernünftiges Studieren massiv behindern und die man in einem Satz zusammenfassen kann: Zuviele Studenten auf zu engem Raum! Was das bedeutet, erfahren wir am Besten von denen, die darunter zu leiden haben:

(Audio-Interview 1)

Für maximal 2.000 Studenten ist die Uni Koblenz ausgelegt - über 6.000 sind tatsächlich dort. Das führt zu Studienbedingungen, die mittlerweile unerträglich geworden sind: Zum Wintersemester diesen Jahres, also seit 2 Wochen hat sich die Situation weiter verschärft - rund 200 Studenten mehr als im letzten Semester führen zu teilweise kaum vorstellbaren Situationen.

Ullrich aus Neuwied studiert auf Lehramt in Koblenz. Er hat sein Studium fast angeschlossen - seine Erfahrungen über Jahre spiegeln die drastische Situation:

(Interview 2)

Doch alle Proteste verhallen ungehört. Und Koblenz ist kein Einzelfall: In Trier und Landau ist die Situation nicht besser.

Und doch zeigt sich in Koblenz die Misere auf besondere Art: Der hohe Anteil an Lehramts-Studenten, die ihr Studium unter solchen Bedingungen absolvieren müssen, werden anschließend in die Schulen gehen - und dort genau die Kinder unterrichten, die in den Sonntagsreden der Politiker unsere Zukunft sind!

Wußten Sie eigentlich, dass in Deutschland in diesem Jahr 5 Milliarden Euro für die Abwrackprämie ausgegeben wurden - und 6 Milliarden für die Bildung?

Wir sind auf dem besten Weg in Richtung Bildungs-Entwicklungsland. Das "Volk der Dichter und Denker" könnte nur allzu bald eines der Schlußlichter in Europa werden!

Liebe Politiker, steht doch endlich dazu, dass es für Euch viel wichtiger ist, angeschlagenen Banken und der Automobilindustrie zu helfen - mit anderen Worten, den Lobbyisten, an deren Fäden Ihr hängt. Hört auf mit dem dummen Gerede von den Kindern und der Bildung als unserer wichtigsten Ressource zu reden. Oder noch besser:

Handelt endlich auch so, dass man es wirklich glauben kann!

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Den kompletten Beitrag mit den Interviews (mp3) finden Sie auf:
http://www.rhein-wied-news.de