Einer Umfrage zufolge überlegen 60 Prozent der Nutzer Facebook wegen mangelnder Privatsphäre verlassen zu wollen
Mangelnder Schutz persönlicher Daten macht Facebook bei Mitgliedern unbeliebt
Immer mehr Midglieder des weltgrößten sozialen Netzwerks Facebook machen sich Sorgen um ihre privaten Daten wegen lascher Sicherheitsmassnahmen des Unternehmens. Eine Umfrage, an der knapp 1600 aktuelle Facebook Nutzer teilnahmen ergab, dass sich 60 Prozent der User vorstellen können, das Netzwerk Facebook zu verlassen, während 26 Prozent gar bestätigten, aufgrund dieser Sicherheitsmängel die Community bereits verlassen zu haben. Lediglich für 24 Prozent der Nutzer kommt ein Austritt nicht in Frage. Die Online Umfrage wurde vom Sicherheitsunternehmen Sophos durchgeführt. Die Fragestellung lautet "Glauben Sie, dass Sie Facebook aus Sorge um Ihre Privatsphäre verlassen werden?" ("Do you think you will quit Facebook over privacy concerns?")
Facebook räumt mit herkömmlichem Datenschutz auf
Es ist nicht das erste Mal, das Facebook in Zusammenhang mit ungenügendem Schutz der Privatsphäre in Verbindung gebracht wird. Nicht zu Unrecht, wie eine Stellungnahme des Gründers Mark Zuckerberg aus dem Januar dieses Jahres zeigt. Darin erläutert er seine Vorstellung von zeitgemässem Datenschutz und behauptet, die herkömmliche Vorstellung von Privatsphäre sei eh überholt, die Massnahmen von Facebook damit gerechtfertigt.
US-Wettbewerbskommission FTC nimmt Facebook unter die Lupe
Nun ist auch die Wettbewerbskommission FTC aus den USA alarmiert und kündigte eine allgemeine Prüfung der Datenschutzrichtlinien von Facebook an. In wie weit diese Massnahmen Facebook an der Strategie des Gewinns durch Mitgliederdaten hindern kann, bleibt mehr als fragwürdig. Auf die Kontrollankündigung der FTC reagiert Facebook postwendend mit der Verstärkung der Image- und Lobby-Abteilung. Mit mehr als 400 Millionen Nutzern weltweit ist Facebook die mit Abstand größte Social-Community
