Lautsprecher sind eine Erfindung, die aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken ist. Obwohl wir sie kaum wahrnehmen, begleiten uns Lautsprecher jeden Tag. Angefangen vom Aufstehen, wenn wir uns von einem Radiowecker begrüßen lassen. Oder bei der Fahrt ins Büro. Selbst das Telefon wäre ohne Lautsprecher undenkbar. Gerade weil sie zu einem alltäglichen Begleiter geworden sind, vergessen wir oft deren Komplexität. Erst wenn ein Lautsprecher der teuren Hi-Fi-Anlage das Zeitliche segnet, beginnen wir uns ein wenig mehr für den Lautsprecher zu interessieren. Und sind meist überrascht, wieviel Innenleben in einer einzigen Box stecken kann. Einer der besonders anfälligen Lautsprecher ist der sogenannte Hochtöner.
Hochtöner - Aufgabe und Funktion
Die Aufgabe eines Lautsprecher Hochtöner besteht vor allem darin, das hohe Frequenzspektrum wiederzugeben. Aufgrund der sehr kurzen Wellenlängen, welche der Hochtöner als Lautsprecher abstrahlen muss, bedarf es auch einer besonderen Bauweise. Er muss klein und leicht sein, dabei aber gleichzeitig die notwendige Steifigkeit mitbringen, um den hohen Frequenzen folgen zu können. Daraus ergibt sich eine besondere Anfälligkeit der Lautsprecher. Hochtöner können schnell überlasten und damit einen Mehrwege-Lautsprecher außer Gefecht setzen. Ein Beispiel aus dem Alltag ist schnell gefunden. Kommt ein Verstärker mit geringer Leistung zum Einsatz, ist die Box dagegen aber sehr belastbar, hat dies meist eine Folge - der Lautstärkepegel muss steigen, um ein akzeptables Klangergebnis zu erhalten. Damit wächst auch die Gefahr, dass der Hochtöner über seine Grenzen hinaus belastet wird. Daher ist es oft ein Ausfall der Hochtöner, welcher einen Defekt der Box nach sich zieht.
Lautsprecher - Hochtöner und ihre Bauweise
Lautsprecher für tiefe und mittlere Frequenzen verfügen in der Regel über eine Schwingspule. Letztere erzeugt die Schwingung der Membran und erzeugt damit die Töne. Diese Form des Lautsprechers ist für den Hochtöner wenig praktikabel. Hier haben sich zwei unterschiedliche Bauweisen etabliert. Auf der einen Seite stehen magnetostatische Lautsprecher. Hochtöner dieser Form beruhen darauf, dass der Antrieb nicht zentral in der Schwingspuleangeordnet ist, sondern über die Membran verteilt ist. In diesem Fall spricht der Experte vom Folien-Magnetostaten. Beim Bändchen-Magnetostaten fungiert die gesamte Membran als Antrieb der Hochtöner. Diese magnetostatischen Lautsprecher eignen sich hervorragend für den Einsatz als Hochtöner. In den letzten Jahren hat sich dazu noch eine weitere Variante gesellt. Plasmahochtöner setzen nicht mehr auf den Einsatz einer Membran, um den Klang zu erzeugen, sondern nutzen das physikalische Verhalten der Luft. Hierzu wird die Luft erwärmt und dehnt sich aus. Zwischen Anode und Kathode entsteht in diesen Hochtönern ein Plasma, welches sich im Takt der Musik verändert und auf diese Weise den Klang erzeugt.
Hubert Ma (private Person).
Hubert Ma
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